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LUNGE UND PSYCHE

Mentale Gesundheit bei Bronchiektasen

Eine Lungenerkrankung betrifft einen Körper. Ihre Folgen können aber eine ganze Familie belasten. Hier finden Sie den Einstieg, der zu Ihrer Situation passt.

Zwei Menschen sprechen vertrauensvoll miteinander. KI-generiertes Bild.KI-generiertes Bild

Wenn Sie selbst mit der Erkrankung leben

Husten, Atemnot, wiederkehrende Verschlechterungen und tägliche Behandlung können auch seelisch belasten. Manche Menschen sorgen sich ständig um die nächste Verschlechterung. Andere ziehen sich zurück, weil der Husten ihnen unangenehm ist.

Wichtig

Körperliche und seelische Beschwerden können sich gegenseitig verstärken. Das bedeutet nicht, dass die Beschwerden nur psychisch sind.

Für Betroffene

Jung sein und den eigenen Weg finden

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene möchten dazugehören, selbst entscheiden und Zukunftspläne machen. Eine chronische Erkrankung kann dabei zusätzliche Fragen auslösen. Dafür braucht es eine Sprache, die zum Alter passt.

Für 9 bis 14 Jahre Für junge Erwachsene

Eltern tragen viel Verantwortung

Eltern organisieren Termine, Therapien und den Familienalltag. Gleichzeitig möchten sie ihr Kind schützen, ohne ihm Selbstständigkeit zu nehmen. Auch Geschwister und die Beziehung der Eltern brauchen Aufmerksamkeit.

Für Eltern und Geschwister

Partner, Familie und Freunde tragen mit

Betroffene und Angehörige tragen nicht dieselbe Erkrankung. Häufig tragen sie aber dieselbe Unsicherheit aus unterschiedlichen Rollen. Eigene Bedürfnisse dürfen dabei sichtbar bleiben.

Für Partner, Familie und Freunde

Hilfe anzunehmen ist ein sinnvoller Schritt

Ein erstes Gespräch kann in der Hausarztpraxis, der pneumologischen Behandlung oder einer psychotherapeutischen Sprechstunde beginnen. Psychopneumologie verbindet Wissen über Lungenerkrankungen mit psychologischer Unterstützung.

Akute Krise

Bei unmittelbarer Gefahr für Sie selbst oder andere wählen Sie 112. Die TelefonSeelsorge erreichen Sie unter 116 123.

Psychotherapeutische Hilfe über 116117 finden
Passende Hilfe finden

Häufige Fragen

Ist seelische Belastung bei einer Lungenerkrankung ungewöhnlich?

Nein. Eine chronische Erkrankung kann Körper, Alltag, Beziehungen und Zukunftspläne beeinflussen.

Sind Atemnot und Angst dasselbe?

Nein. Sie können sich aber gegenseitig verstärken. Neue oder starke Atemnot muss medizinisch abgeklärt werden.

Was bedeutet Psychopneumologie?

Das ist psychologische und medizinische Unterstützung mit besonderem Wissen über das Zusammenspiel von Lunge, Beschwerden und seelischer Belastung.

Dürfen Angehörige selbst Hilfe suchen?

Ja. Auch Angehörige können Beratung, Selbsthilfe oder psychotherapeutische Unterstützung nutzen.

An wen können sich Kinder und Jugendliche zuerst wenden?

Am besten an eine vertraute erwachsene Person, die Kinderarztpraxis oder eine Beratungsstelle.

Was gilt im Notfall?

Bei unmittelbarer Gefahr wählen Sie 112. Weitere Krisenangebote finden Sie im Bereich Hilfe finden.

Quellen und wichtige Anlaufstellen

Herausgeber: Bronchiektasen e.V.
Redaktioneller Stand: 27. September 2026. Diese Seite bietet Orientierung. Sie ersetzt keine persönliche medizinische, psychologische oder psychotherapeutische Beratung.